Gregorius-Maurus-Straße 1a, 50670 Köln Privatpraxis für Endodontie
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Nach dem Unfall

Zahnunfall und Zahntrauma

Wurde ein bleibender Zahn vollständig ausgeschlagen, entscheidet die erste Stunde über seinen Erhalt. Fassen Sie ihn nur an der Krone an, nicht an der Wurzel, legen Sie ihn sofort in eine Zahnrettungsbox oder ersatzweise in H-Milch und kommen Sie umgehend in Behandlung. Niemals abwischen, trocken transportieren oder in Wasser legen, das zerstört die überlebenswichtigen Zellen auf der Wurzeloberfläche.

  • Zeitfenster je schneller, desto besser
  • Transport Zahnrettungsbox oder H-Milch
  • Nicht tun abwischen, in Wasser legen
  • Anfassen nur an der Krone

Zahn vollständig ausgeschlagen

Auf der Wurzeloberfläche eines Zahnes sitzen lebende Zellen des Zahnhalteapparates. Überleben sie, kann der Zahn wieder einheilen. Trocknen sie aus, ist das nicht mehr möglich. Deshalb zählt jede Minute, und deshalb sind die folgenden Regeln so wichtig.

Suchen Sie den Zahn und fassen Sie ihn ausschließlich an der Krone an, also am sichtbaren Teil. Berühren Sie die Wurzel nicht. Ist der Zahn verschmutzt, spülen Sie ihn höchstens kurz mit Milch oder steriler Kochsalzlösung ab. Auf keinen Fall abwischen, schrubben oder desinfizieren.

Legen Sie den Zahn in eine Zahnrettungsbox, falls eine greifbar ist. Sie ist in Apotheken erhältlich und in vielen Sportvereinen und Schulen vorhanden. Ohne Box ist H-Milch die beste Alternative, ersatzweise sterile Kochsalzlösung. Wasser ist ungeeignet, es lässt die Zellen platzen. Speichel ist besser als Wasser, aber schlechter als Milch.

Bei einem Milchzahn wird nicht replantiert, weil der bleibende Zahnkeim darunter geschädigt werden könnte. Lassen Sie das Kind trotzdem zeitnah untersuchen.

  • Nur an der Krone anfassen, nie an der Wurzel
  • Nicht abwischen und nicht desinfizieren
  • In Zahnrettungsbox, sonst H-Milch, niemals Wasser
  • Sofort in Behandlung, die erste Stunde ist entscheidend
  • Milchzähne werden nicht wieder eingesetzt

Zahn abgebrochen oder gelockert

Bewahren Sie auch abgebrochene Bruchstücke auf, in denselben Medien. Größere Fragmente lassen sich häufig wieder ankleben, und das eigene Schmelzstück sieht am Ende besser aus als jede Füllung.

Ist der Zahn nur gelockert oder verschoben, versuchen Sie nicht, ihn selbst zurückzudrücken. Er wird in der Praxis vorsichtig repositioniert und für einige Wochen mit einer flexiblen Schiene stabilisiert.

Auch ein Zahn, der nach dem Unfall unauffällig wirkt, sollte kontrolliert werden. Der Nerv kann durch die Erschütterung geschädigt sein und Wochen bis Monate später absterben. Nachkontrollen sind hier keine Formalität, sondern der eigentliche Punkt.

Warum das in endodontologische Hände gehört

Die zahnärztliche Traumatologie ist Teil des Fachgebiets Endodontologie, weil nach einem Unfall fast immer die Frage im Raum steht, ob der Zahnnerv überlebt. Ist der Zahn noch nicht ausgewachsen, kann man versuchen, die Wurzelentwicklung zu erhalten, statt einfach eine Wurzelbehandlung zu machen.

Prof. Baumann hat die zahnärztliche Traumatologie als Mitbegründer der Fachgesellschaft mitgeprägt, die diesen Bereich in Deutschland vertritt. Bei Zahnunfällen sind Sie hier an der richtigen Stelle.

Ablauf

Schritt für Schritt

  1. 01

    Sofort anrufen

    Melden Sie sich telefonisch an, damit wir uns vorbereiten können, während Sie unterwegs sind. Bringen Sie den Zahn im richtigen Medium mit.

  2. 02

    Untersuchung

    Wir prüfen alle beteiligten Zähne, den Knochen und den Zahnhalteapparat, unterstützt durch Röntgenaufnahmen.

  3. 03

    Zahn zurücksetzen und schienen

    Der Zahn wird eingesetzt und mit einer flexiblen Schiene fixiert, die die natürliche Beweglichkeit zulässt. Das begünstigt die Einheilung.

  4. 04

    Nervstatus im Verlauf

    Ob der Nerv überlebt, zeigt sich erst über Wochen. Bei Bedarf wird eine Wurzelbehandlung nachgeschaltet, oft ist genau dieser Zeitpunkt entscheidend.

  5. 05

    Nachkontrollen

    Kontrollen nach mehreren Monaten, um Resorptionen der Wurzel früh zu erkennen. Diese Termine sollten Sie nicht auslassen.

Häufige Fragen

Wie lange darf ein ausgeschlagener Zahn außerhalb des Mundes sein?

Je kürzer, desto besser. In einer Zahnrettungsbox bleiben die Zellen auf der Wurzeloberfläche bis zu einigen Stunden vital, in H-Milch etwa zwei Stunden, trocken dagegen nur etwa dreißig Minuten. Fahren Sie deshalb sofort los und lagern Sie den Zahn richtig.

Ich habe den Zahn in Wasser gelegt. Ist er verloren?

Nicht zwangsläufig, die Aussichten sind aber schlechter, weil Leitungswasser die Zellen zerstört. Kommen Sie trotzdem umgehend, oft lässt sich noch etwas retten. Der Versuch ist auf jeden Fall besser als der sichere Verlust.

Mein Kind hat sich einen Milchzahn ausgeschlagen. Was tun?

Milchzähne werden nicht wieder eingesetzt, weil dabei der darunter liegende Keim des bleibenden Zahnes geschädigt werden kann. Lassen Sie das Kind aber zeitnah untersuchen, damit Verletzungen des Kiefers und des Zahnkeims ausgeschlossen werden.

Der Zahn ist nach dem Unfall dunkel geworden. Was heißt das?

Eine Verfärbung deutet darauf hin, dass der Nerv abgestorben ist. Der Zahn lässt sich in der Regel durch eine Wurzelbehandlung erhalten und anschließend von innen aufhellen, sodass er farblich wieder zu den Nachbarzähnen passt.

Termin

Sprechen wir über Ihren Zahn

Rufen Sie an, dann klären wir in wenigen Minuten, wie dringend es ist und wann Sie kommen können. Bei akuten Schmerzen versuchen wir, Sie zeitnah unterzubringen.

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