Gregorius-Maurus-Straße 1a, 50670 Köln Privatpraxis für Endodontie
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Behandlung

Wurzelbehandlung in Köln

Eine Wurzelbehandlung entfernt entzündetes oder abgestorbenes Gewebe aus dem Inneren eines Zahnes, reinigt und desinfiziert die Wurzelkanäle und verschließt sie dicht. Sie ist der Weg, einen Zahn zu erhalten, der sonst gezogen werden müsste. In der Regel sind zwei Sitzungen von 60 bis 90 Minuten nötig, die Behandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist damit schmerzfrei.

  • Dauer 60 bis 90 Minuten je Sitzung
  • Sitzungen in der Regel 2
  • Betäubung örtlich, schmerzfrei
  • Vergrößerung Operationsmikroskop, bis 25-fach

Wann eine Wurzelbehandlung nötig wird

Im Inneren jedes Zahnes liegt die Pulpa, umgangssprachlich der Zahnnerv. Sie besteht aus Nerven, Blutgefäßen und Bindegewebe und versorgt den Zahn. Dringen Bakterien bis dorthin vor, entzündet sich dieses Gewebe. Der Körper kann diese Entzündung nicht von selbst heilen, weil die Pulpa in einem geschlossenen Hohlraum liegt und kein Platz zum Anschwellen ist. Genau daraus entsteht der typische, pochende Zahnschmerz.

Häufigste Ursache ist eine tiefe Karies. Aber auch ein Riss im Zahn, ein Unfall, eine sehr tiefe Füllung oder wiederholte Behandlungen am selben Zahn können die Pulpa schädigen. Manchmal stirbt der Nerv still ab, ohne dass es je weh getan hat. Dann fällt es erst auf, wenn sich an der Wurzelspitze eine Entzündung bildet und der Zahn beim Draufbeißen empfindlich wird oder das Zahnfleisch anschwillt.

Ohne Behandlung breitet sich die Entzündung über die Wurzelspitze in den Kieferknochen aus. Der Knochen wird abgebaut, es kann ein Abszess entstehen. Der Zahn ist dann meist nicht mehr zu retten.

Warum das Mikroskop den Unterschied macht

Das Wurzelkanalsystem eines Zahnes ist kein gerader Kanal, sondern ein verzweigtes Geflecht. Ein oberer Backenzahn hat oft vier Kanäle, manchmal fünf, und der vierte liegt regelmäßig so versteckt, dass er mit bloßem Auge übersehen wird. Ein übersehener Kanal ist der häufigste Grund, warum eine Wurzelbehandlung später doch scheitert.

Unter dem Operationsmikroskop wird der Zugang bis zu 25-fach vergrößert und gleichzeitig direkt ausgeleuchtet. Feinste Kanaleingänge, Risse in der Zahnsubstanz oder abgebrochene Instrumententeile aus einer Vorbehandlung werden damit sichtbar. In dieser Praxis wird jeder Behandlungsschritt unter dem Mikroskop durchgeführt, nicht nur die schwierigen.

Wie hoch die Erfolgsaussichten sind

Bei einer erstmaligen Wurzelbehandlung ohne Entzündung an der Wurzelspitze liegen die Erfolgsquoten in der Fachliteratur im Bereich von etwa 90 Prozent, wenn sauber und mit Vergrößerung gearbeitet wird. Besteht bereits eine Entzündung am Knochen, liegen sie etwas niedriger, sind aber immer noch deutlich besser als die Alternative, den Zahn zu verlieren.

Entscheidend für den Erfolg sind drei Dinge: Alle Kanäle müssen gefunden werden, sie müssen auf ganzer Länge gereinigt und desinfiziert werden, und sie müssen anschließend dicht verschlossen sein. Genauso wichtig ist die Versorgung danach. Ein wurzelbehandelter Zahn braucht zeitnah eine stabile, dichte Restauration, sonst dringen über die undichte Füllung erneut Bakterien ein.

Der eigene Zahn ist der beste Zahn

Ein Implantat ist eine gute Lösung, wenn ein Zahn wirklich nicht mehr zu halten ist. Aber es bleibt ein Ersatz. Der natürliche Zahn ist über die Wurzelhaut elastisch im Knochen aufgehängt, er meldet Belastung zurück und erhält den Knochen an dieser Stelle. Ein Implantat ist starr mit dem Knochen verwachsen und kann das nicht leisten.

Deshalb lohnt es sich fast immer, den Erhalt zumindest ernsthaft zu prüfen, bevor ein Zahn gezogen wird. Genau dafür gibt es die Endodontologie als eigenes Fachgebiet.

Ablauf

Schritt für Schritt

  1. 01

    Befund und Beratung

    Digitale Röntgenaufnahme, Sensibilitätstest und ein Gespräch darüber, wie die Erfolgsaussichten für genau diesen Zahn stehen. Sie erfahren vorher, was auf Sie zukommt und was es kostet.

  2. 02

    Betäubung und Trockenlegung

    Der Zahn wird örtlich betäubt und mit Kofferdam isoliert, einem Spanngummi. Das hält Speichel und Bakterien vom Behandlungsfeld fern und ist Voraussetzung für ein sauberes Ergebnis.

  3. 03

    Zugang und Kanalsuche

    Unter dem Mikroskop wird der Zugang zum Kanalsystem angelegt und jeder einzelne Kanal aufgesucht. Die Länge jeder Wurzel wird elektrisch gemessen, damit exakt bis zur Wurzelspitze und nicht darüber hinaus gearbeitet wird.

  4. 04

    Aufbereitung und Desinfektion

    Die Kanäle werden mit maschinell geführten NiTi-Feilen geformt und ausgiebig gespült. Die Spüllösung wird mit Ultraschall aktiviert, damit sie auch die Seitenkanäle erreicht, die kein Instrument erreicht.

  5. 05

    Dichte Wurzelfüllung

    Das gereinigte Kanalsystem wird mit erwärmter Guttapercha dreidimensional verschlossen, sodass keine Bakterien nachwandern können. Eine Kontrollaufnahme dokumentiert das Ergebnis.

  6. 06

    Versorgung danach

    Der Zahn wird dicht verschlossen. Für die endgültige Versorgung, meist eine Teilkrone oder Krone, gehen Sie zu Ihrer Hauszahnärztin oder Ihrem Hauszahnarzt zurück. Sie erhalten einen Bericht mit allen Befunden.

Häufige Fragen

Tut eine Wurzelbehandlung weh?

Nein. Die Behandlung findet unter örtlicher Betäubung statt, Sie spüren währenddessen nichts. Der Ruf der Wurzelbehandlung stammt aus einer Zeit, in der weniger wirksame Betäubungsmittel und einfachere Technik im Einsatz waren. Schmerzhaft ist in aller Regel der entzündete Zahn vor der Behandlung, nicht die Behandlung selbst.

Wie lange dauert eine Wurzelbehandlung?

Eine Sitzung dauert je nach Zahn 60 bis 90 Minuten. Ein Schneidezahn mit einem Kanal geht schneller, ein oberer Backenzahn mit vier Kanälen dauert länger. Meist sind ein bis zwei Sitzungen nötig. Wir nehmen uns bewusst Zeit, weil Gründlichkeit hier direkt über den Erfolg entscheidet.

Was kostet eine Wurzelbehandlung beim Spezialisten?

Als Privatpraxis rechnen wir nach der Gebührenordnung für Zahnärzte ab. Die Kosten hängen davon ab, wie viele Kanäle der Zahn hat und wie aufwendig der Fall ist. Sie erhalten vor der Behandlung einen schriftlichen Kostenplan, sodass Sie Klarheit haben, bevor es losgeht. Private Versicherungen erstatten endodontische Leistungen in der Regel.

Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt Wurzelbehandlungen nur in einem eng gefassten Rahmen und nicht die Mehrleistungen wie Behandlung unter dem Operationsmikroskop oder maschinelle Aufbereitung. Als gesetzlich versicherte Patientin oder Patient können Sie die Behandlung als private Leistung in Anspruch nehmen. Wir besprechen das vorher offen.

Kann ich nach der Behandlung normal arbeiten?

In den meisten Fällen ja. Die Betäubung klingt nach zwei bis drei Stunden ab. Der Zahn kann einige Tage beim Draufbeißen empfindlich sein, das lässt sich mit einem üblichen Schmerzmittel gut auffangen. Wir geben Ihnen alle Hinweise mit und sind erreichbar, falls etwas ist.

Muss der Zahn danach eine Krone bekommen?

Bei Backenzähnen fast immer. Durch die Karies und den Zugang zum Kanalsystem hat der Zahn Substanz verloren und ist bruchgefährdet. Eine Teilkrone oder Krone schützt ihn vor dem Auseinanderbrechen und verschließt ihn dicht. Bei Frontzähnen reicht oft eine hochwertige Füllung.

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